Die Farbenstrophe, das Alanenlied und das Aachenlied

Jede Verbindung besitzt eine Farbenstrophe, die etwas über ihre Herkunft, ihren Wahlspruch und natürlich ihre Farben aussagt.

Die Farbenstrophe der Alania

Hellblau - silber - schwarz ist unsere Fahne, 
die uns stets im Kampfe schirmt. 
Hellblau ist das Band der Treue, 
silbern ist der Ehre Schild. 
Schlesien ist Alanen - Heimat, 
schwarzen Adlers hehrer Hort, 
doch Alanentreue dauert 
|: auch in Rheinlands Gauen fort! :| 

Den Text hat Bb Bernhard Imhoff 1951 verfaßt. 

Dazu wird die Melodie gesungen: Wenn wir durch die Straßen ziehen ... (KV-Liederbuch, Seite 222).

Das Alanenlied

Zusätzlich hat die Alania-Breslau das Alanenlied, welches aber nicht so häufig wie die Farbenstrophe gesungen wird.

1. Dein Lob heut' brausend zu verkünden, 
tönt unser Sang, Alania, dir; 
erhaben flattert in den Winden, 
blau-silber-schwarz, dein stolz Panier. 
Das Blau der Treue soll den Deutschen zieren 
und silberblank sei stets dein Ehrenschild: 
|: so wirst du sicher deine Söhne führen, ob finst're Nacht die Pfade hüllt. :|

2. Des Glaubens und des Wissens Sterne, 
sie leuchten dir in heit'rer Ruh, 
sie führen dich der schön'ren Ferne, 
sie führen dich dem Lichte zu. 
Emporgesproßt in schweren Sturmestagen, 
da mancher bangend in die Zukunft sah, 
|: seh'n wir dich heut' als starke Eiche ragen, dem Lichte zu, Alania. :|

3. Für "Recht und Wahrheit" stählst du deinen Söhnen 
des Geistes und des Mutes Kraft; 
erhebend schweigt der Feinde grimmes Höhnen 
und mancher droh'nde Arm erschlafft. 
Dein Wahlspruch strahlt, wie hoch vom Alpenfirne 
begeisternd glänzt ein lichtes Morgenrot, 
|: und deine Söhne geh'n mit kühner Stirne für Recht und Wahrheit in den Tod. :|

4. Und schlägt die Scheidestund', du gibst als Erbe 
den Deinen mit der Treue Hort; 
ob auch der Tod die Wangen bleicher färbe, 
Alanentreue dauert fort! 
Dem Glauben treu und treu dem Vaterland! 
|: So tönt der Schwur heut' aus Alanenmunde, das sagt dein Druck, Alanenhand. :|

Text:Wilhelm Rudolph (Un)

Melodie: Hermann Heinke (Aln)

Das Aachenlied

Auch über die Universitätsstädte wurden Texte gedichtet, die vielfach auf die Melodie von "Heidelberg, du Jugendbronnen" (Otto Lob, 1889) gesungen werden.

1. Aachen, freier Musensöhne
altersgraue treue Wacht, 
sieht die Sonne dich, du schöne, 
schaut sie freundlich her und lacht. 
Wo die Wurm in Feld und Hängen 
plätschernd ihre Bogen zieht, 
|: in geheimnisvollen Klängen 
rauscht der Wald sein dunkles Lied. :|

2. Singt und sagt von grauen Zeiten, 
da in deiner Quellen Glut 
hier die Glieder, müd' vom Streiten, 
mancher Recke ausgeruht. 
Und aus dumpfem Schildgedröhne, 
Schwertgeklirr und Haß und Streit 
|: steigt empor die märchenschöne 
goldne Kaiserherrlichkeit. :|

3. Und von stolzen, freien Tagen, 
raunt der Wald und rauscht und braust 
von dem Grafen, der erschlagen 
liegt von freier Bürgerfaust. 
Trutzig wie dein Schmiedemeister 
standest du in Sturm und Not. 
|: Selbst der Herr der Höllengeister 
hat vergebens dich bedroht. :|

4. All die hehren Kronenträger 
sanken ins Vergessen schier, 
und das Zepter ward zum Schläger 
und zur Kneipe das Turnier. 
Von der Väter Haß und Lieben 
künden dunkle Sagen nur. 
|: Doch der Durst ist uns geblieben, 
frisch in ganzer Vollnatur. : |

5. Und so klingt und singt es heiter, 
wenn der Schläger niedersaust; 
und die Engel singen's weiter, 
daß es durch die Himmel braust: 
Kaiserstadt, du jugendschöne, 
blühe fort in alter Pracht. 
|: Aachen, freier Musensöhne 
altersgraue treue Wacht. :| 

Das Breslaulied ("Vivat Wratislavia!")

1. Musenstadt am Oderstrande, 
altes Breslau, sei gegrüßt! 
Perle du im Schlesierlande, 
kein Student dich je vergißt. 
Alma mater ohnegleichen, 
wuchtig aufgebaut am Strom! 
|: Drüben ragt als hehres Zeichen 
stolz dein hoher Inseldom. :|

2. Aus des weiten Ringes Mitte 
prangt dein Rathaus mächtig-kühn. 
Froher Musensöhne Schritte 
sonntags dort zum Bummel zieh'n. 
Hübsche Mädel, flott und munter, 
sind dabei wie eh und je. 
|: Und so geht's die Schwo hinunter 
bis zum Endpunkt Schloß-Café. :|

3. Oderschlößchen, Schwedenschanze, 
Friedeberg und Schweizerei 
locken abends oft zum Tanze 
die Studentenschar herbei. 
Wenn die Walzerweisen klingen, 
tanzen froh die juvenes, 
|: die zum Dank begeistert singen: 
"Vivat omnes virgines!":|

4. Himmelfahrt zog manche Lerge*1 
weit hinaus ins Schlesierland, 
bis nach Zobten dort am Berge, 
wo man viel' Kumpanen fand. 
Beim Kommers die Gläser klangen: 
Salamander, eins, zwei, drei! 
|: Ja, man zechte ohne Bangen 
bis zum ersten Hahnenschrei. :|

5. Wer nicht trank das Bräu von Haase, 
wer das Kißling-Bier nicht kennt, 
wer sich nie begoß die Nase, 
war in Breslau kein Student. 
Liebe Musenstadt, du schöne, 
stets bist du im Geist uns nah! 
|: Mit Begeist'rung drum ertöne: 
V i v a t  W r a t i s l a v i a! :| 

*1 Schlesier

http://www.gukape.de/alania-wratislavia.htm

© 2012 K.St.V. Alania-Breslau.